Ein Zuhause für acht junge Menschen

von Christina Müller

Evangelische Hoffnungsgemeinde stellt ihr Pfarrhaus als Unterkunft für Flüchtlinge zur Verfügung

Direkt hinter der Thomaskirche befindet sich das große Haus "Am Albring 5". In dem Pfarrhaus, in dem bisher Pfarrer der evangelischen Hoffnungsgemeinde gelebt haben, sind vor 14 Tagen acht Jugendliche eingezogen. Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahre, die als Flüchtlinge hier nach Karlsruhe gekommen sind und ohne Begleitung, also ohne Eltern sind. Heute Vormittag besuchten Vertreter der Stadt, des Zentrum für individuelle Erziehungshilfen (zefie), Pfarrer Sören Suchomsky und Mitglieder des Ältestenkreises sowie weitere Interessierte das neue Zuhause der jungen Flüchtlinge. Schöne Holzmöbel, eine helle weiße Küche, eine Couch mit hellgrünem Bezug und Schränke aus Holz – das Haus wurde so renoviert und eingerichtet, dass sich die jungen Menschen wohl fühlen können. "Ich möchte mich ganz herzlich bei unseren Kooperationspartnern, dem sozialen Dienst der Stadt Karlsruhe, den Vormündern der Jugendlichen und der Parzivalschule bedanken", erklärte Oliver Freesemann, Geschäftsführer des zefie, von dem die Jugendlichen vor Ort betreut werden.

Josef Seekircher, Direktor der Sozial- und Jugendbehörde der Stadt Karlsruhe, bedankte sich bei der Hoffnungsgemeinde und dem Ältestenkreis, dass Jugendliche in dem Haus untergebracht werden können. "Der Gesetzgeber verpflichtet uns 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche für Jugendliche, die ohne Eltern hierherkommen, da zu sein und uns um sie zu kümmern." Wichtig dabei sei auch, dass Räume adäquat sind und dass es genügend Betreuer für die Jugendlichen gebe, was hier der Fall sei, so Seehofer. Er bedankte sich bei Freesemann, dass sogar Fachkräfte aus dem Ruhestand eingesprungen seien, um hier vor Ort für die Jugendlichen da zu sein, "damit sie sich hier wohl und sicher fühlen". Das ist auch der Wunsch von Pfarrer Sören Suchomsky, der Grußworte von Seiten der Gemeinde sprach. "Der Ältestenkreis hat sich einstimmig dazu entschlossen unser Pfarrhaus zur Verfügung zu stellen", sagte Suchomsky. Er freue sich sehr darüber wie schön das Haus geworden sei und dass die Jugendlichen hier eine Heimat finden. "Das Thema Flucht spielt im jüdischen und christlichen Glauben ein große Rolle", so der Pfarrer. Gott stehe auf der Seite der Flüchtlinge, erklärte er dankte den Mitarbeitern der zefie und wünschte ihnen Gottes Segen für ihre Arbeit. 

Fühlen sich wohl in ihren Zimmern und den Räumen im Haus in der Albstraße, die jugendlichen Flüchtlinge. Gabriele Gräff, links im Bild ist Gruppenleiterin des zefie und betreut die jungen Menschen mit ihrem Team. Oliver Freesemann, Geschäftsführer des zefie, freut sich über die neue Unterkunft. 

Herzlich willkommen steht auf dem großen Plakat an der Haustüre. Die evangelische Hoffnungsgemeinde Karlsruhe freut sich über die acht Bewohner im früheren Pfarrhaus.

Text und Fotos: Christina Müller, Öffentlichkeitsarbeit, Evangelische Kirche in Karlsruhe 


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