Knapp 10.000 Euro für christliche Flüchtlinge aus Syrien.

von Christina Müller

Kollektengelder der Evangelischen Kirche in Karlsruhe vom Sonntag, 8. März / 5000,00 Euro stammen aus dem Diakoniefonds der evangelischen Gemeinde Rüppurr

Insgesamt fast 10.000 Euro Kollektengelder für christliche Flüchtlinge aus Syrien wurden in den Gottesdiensten der evangelischen Gemeinden in Karlsruhe am 8. März gesammelt. 9676,97 Euro hat die Evangelische Kirche in Karlsruhe an die Rum-Orthodoxe Gemeinde in Karlsruhe übergeben. 5000,00 Euro aus dem Gesamtbetrag wurden von der evangelischen Gemeinde in Rüppurr aus deren Diakoniefonds zur Verfügung gestellt. Der Dekan der Evangelischen Kirche in Karlsruhe, Thomas Schalla, bedankt sich bei Gottesdienstbesuchern und Gemeinden für die Unterstützung. "Gerade in der Osterzeit ist es ein starkes Signal der Hoffnung, dass Christen füreinander Sorge tragen und in schweren Zeiten einander in besonderer Weise begleiten. Ich bedanke mich deshalb für die Mittel, die unsere evangelischen Gemeinden für die christlichen Flüchtlinge aus Syrien gegeben haben und damit bedürftige Familien unterstützen."


Ein Zuhause für acht junge Menschen

von Christina Müller

Evangelische Hoffnungsgemeinde stellt ihr Pfarrhaus als Unterkunft für Flüchtlinge zur Verfügung

Direkt hinter der Thomaskirche befindet sich das große Haus "Am Albring 5". In dem Pfarrhaus, in dem bisher Pfarrer der evangelischen Hoffnungsgemeinde gelebt haben, sind vor 14 Tagen acht Jugendliche eingezogen. Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahre, die als Flüchtlinge hier nach Karlsruhe gekommen sind und ohne Begleitung, also ohne Eltern sind. Heute Vormittag besuchten Vertreter der Stadt, des Zentrum für individuelle Erziehungshilfen (zefie), Pfarrer Sören Suchomsky und Mitglieder des Ältestenkreises sowie weitere Interessierte das neue Zuhause der jungen Flüchtlinge. Schöne Holzmöbel, eine helle weiße Küche, eine Couch mit hellgrünem Bezug und Schränke aus Holz – das Haus wurde so renoviert und eingerichtet, dass sich die jungen Menschen wohl fühlen können. "Ich möchte mich ganz herzlich bei unseren Kooperationspartnern, dem sozialen Dienst der Stadt Karlsruhe, den Vormündern der Jugendlichen und der Parzivalschule bedanken", erklärte Oliver Freesemann, Geschäftsführer des zefie, von dem die Jugendlichen vor Ort betreut werden.

Josef Seekircher, Direktor der Sozial- und Jugendbehörde der Stadt Karlsruhe, bedankte sich bei der Hoffnungsgemeinde und dem Ältestenkreis, dass Jugendliche in dem Haus untergebracht werden können. "Der Gesetzgeber verpflichtet uns 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche für Jugendliche, die ohne Eltern hierherkommen, da zu sein und uns um sie zu kümmern." Wichtig dabei sei auch, dass Räume adäquat sind und dass es genügend Betreuer für die Jugendlichen gebe, was hier der Fall sei, so Seehofer. Er bedankte sich bei Freesemann, dass sogar Fachkräfte aus dem Ruhestand eingesprungen seien, um hier vor Ort für die Jugendlichen da zu sein, "damit sie sich hier wohl und sicher fühlen". Das ist auch der Wunsch von Pfarrer Sören Suchomsky, der Grußworte von Seiten der Gemeinde sprach. "Der Ältestenkreis hat sich einstimmig dazu entschlossen unser Pfarrhaus zur Verfügung zu stellen", sagte Suchomsky. Er freue sich sehr darüber wie schön das Haus geworden sei und dass die Jugendlichen hier eine Heimat finden. "Das Thema Flucht spielt im jüdischen und christlichen Glauben ein große Rolle", so der Pfarrer. Gott stehe auf der Seite der Flüchtlinge, erklärte er dankte den Mitarbeitern der zefie und wünschte ihnen Gottes Segen für ihre Arbeit. 

Fühlen sich wohl in ihren Zimmern und den Räumen im Haus in der Albstraße, die jugendlichen Flüchtlinge. Gabriele Gräff, links im Bild ist Gruppenleiterin des zefie und betreut die jungen Menschen mit ihrem Team. Oliver Freesemann, Geschäftsführer des zefie, freut sich über die neue Unterkunft. 

Herzlich willkommen steht auf dem großen Plakat an der Haustüre. Die evangelische Hoffnungsgemeinde Karlsruhe freut sich über die acht Bewohner im früheren Pfarrhaus.

Text und Fotos: Christina Müller, Öffentlichkeitsarbeit, Evangelische Kirche in Karlsruhe 


"Raushalten oder Einmischen / Die Rolle als Leihoma und Leihopa"

von Christina Müller

Seminar vom Mittwoch, 6. bis Freitag, 8. Mai / Anmeldeschluss: Montag, 20. April

Leihoma und Leihopa, davon gibt es viele, auch hier in Karlsruhe. Seniorinnen und Senioren betreuen ehrenamtlich Säuglinge und Kleinkinder und unterstützen dadurch die Eltern der Kleinen, die eigene Termine wahrnehmen können: von Einkäufen über Arztbesuche bis hin zu privaten Terminen. 

Das Seniorenbüro der Stadt Karlsruhe und die Fachstelle "Leben im Alter" bieten vom Mittwoch, 6. bis Freitag, 8. Mai ein Seminar Seniorinnen und Senioren des Projektes "Alt und Jung - Hand in Hand" und für die Sprachpaten/innen des Kinderschutzbundes e.V. an. Es steht unter dem Thema "Raushalten oder Einmischen / Die Rolle als Leihoma und Leihopa". 
 
"Im Rahmen des Seminars wollen wir uns mit dem Thema "Nähe und Distanz" befassen, Erfahrungen austauschen und das eigene Verhalten reflektieren.
 Daneben gibt es genügend Zeit zur Begegnung und zum Gespräch und bei hoffentlich gutem Wetter auch für das Erkunden der schönen Umgebung", laden die Veranstalter ein. 

Referentin ist Frauke Ostmann, Diplompsychologin. Die Leitung haben Elisabeth Schröter, Dipl. Sozialarbeiterin (FH) und Diakonin und Sibylle van Schoor, Heilpädagogin, Projektleiterin "Alt & Jung". 

Das Seminar findet im Familienbildungs- und Feriendorf Eckenhof in Schramberg-Sulgen statt. 

Die Preise für Unterkunft und Verpflegung betragen 106,00 Euro für Einzelzimmer und 88,00 Euro für Doppelzimmer (pro Person).

Anmeldeschluss ist am Montag, 20. April. 

Um schriftliche Anmeldung wird gebeten an:

Evangelische Kirche Karlsruhe, Fachstelle Leben im Alter, Kaiserstraße 172, 76133 Karlsruhe oder E-Mail: es@ev-kirche-ka.de

Die Informationen und Anmeldeformular können Sie hier herunterladen (PDF-Datei)

Worte von Dekan Thomas Schalla zu Beginn der Karwoche

von Thomas Schalla

Ostern

"Wir hoffen darauf, dass am Ende alle Menschen versöhnt bei Gott leben werden"

Am Palmsonntag beginnen die Osterfeiertage in den christlichen Kirchen. Der Einzug Jesu in Jerusalem, an den in den gestrigen Gottesdiensten erinnert wurde, markiert den Beginn seiner Leidensgeschichte. Das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Freunden, die Verurteilung zum Tod am Kreuz, die Kreuzigung und schließlich die Erinnerung an seine Auferstehung am Ostersonntag stehen in den christlichen Gemeinden in Gottesdiensten, Andachten und Konzerten im Mittelpunkt. 

Angesichts des vielfachen Leidens in der Welt setzen Christen damit ein Zeichen der Hoffnung. Keine Macht der Welt kann Menschen wieder lebendig machen. Die Opfer der Flugzeugkatastrophe in Frankreich, von der IS ermordeten Christen und Muslime im Nahen Osten, Opfer von Gewalt und Krieg an vielen Orten der Welt - sie machen schmerzlich bewusst, was Menschen einander antun können. In den Ostertagen erinnern die christlichen Gemeinden deshalb an die himmlische Macht: die Auferweckung Jesu von den Toten ist der Sieg des Lebens gegen den Tod. Wir hoffen darauf, dass am Ende alle Menschen versöhnt bei Gott leben werden. Diese Hoffnung macht uns stark, jetzt dem Leiden und der Gewalt in unserer Welt entgegen zu treten. In den Gottesdiensten denken die Christen in diesen Tagen aber auch besonders an die Erfahrungen der Opfer und bringen sie im Gebet vor Gott. Wir wissen uns mit ihnen vor Gott verbunden. Wir hoffen auch für die, die keine Perspektive mehr sehen, auf Gottes neue Welt. Davon wird in den kommenden Ostertagen in Kirchen und Gemeinden schon etwas spürbar werden - für alle Menschen, die es brauchen. 

Ich wünsche Ihnen gesegnete Ostertage

Thomas Schalla, Dekan, Evangelische Kirche in Karlsruhe

Foto: Bernd Kasper  / pixelio.de


Botschaft zur Karwoche aus dem Hospiz

von Christina Müller

Landesbischof Cornelius-Bundschuh: "Menschen in ihrer Angst vor dem Tod zur Seite stehen"

Viereinhalbminütiger Filmbeitrag kann auf www.ekiba.de angesehen werden

Der evangelische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh hat in seiner Botschaft zur Karwoche dazu aufgerufen, Menschen beim Sterben zu begleiten. "Wenn sich in Hospizen und in Kirchengemeinden eine Hand ausstreckt, um Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten, wird die Angst viel von ihrer Macht verlieren", sagte er in einer Ansprache, die im Hospiz "Arista" in Ettlingen aufgezeichnet wurde. 

Viele Menschen beschäftige die Frage, wie sie einmal in Würde und Frieden sterben können. "Sie haben Angst, über lange Zeit schlimme Schmerzen aushalten zu müssen. Sie haben Sorgen, dass sie am Ende des Lebens ihre Selbstständigkeit verlieren. Sie wollen niemandem zur Last fallen", erklärte Cornelius-Bundschuh. Manche Menschen fragten sich deshalb, ob sie nicht lieber ihrem Leben ein Ende setzen, bevor sie die Kontrolle verlieren. 

Auch Jesus habe Angst vor dem Tod gehabt und habe seine Freundinnen und Freunde am Gründonnerstag gebeten, in seiner Nähe zu bleiben. "Jesus weiß, der Tod gehört zum Leben und der würdige Abschied zu den wichtigen Freundschaftsdiensten. Und Jesus macht mir Mut, mich anderen zuzumuten, auch in meiner Schwäche", so der Landesbischof. Dass ein Mensch verletzlich und auf andere angewiesen ist, das mache gerade das Menschsein vor Gott aus, zu Beginn des Lebens und am Ende. 

Die Botschaft zur Karwoche kann auf www.ekiba.de angesehen werden.